Kürzlich sass ich im Coaching-Gespräch mit einer Kundin und sie sagte zu mir “Weisst Du Uli, ich tue mich gerade echt schwer damit, meine Stärken zu sehen. ich stecke einfach in einer Krise. Mein letzter Job ging nicht gut zu Ende und ich habe gerade einen ganz schlechten Selbstwert.” Das war wieder einmal ein Augenöffner für mich, und ich habe mich zurückerinnert wie es mir selbst damals ging, als mich ein Jobverlust in eine echte Krise gestürzt hatte.

Es war der 8. Januar 2014. Mein Chef hatte mich zum Personalgespräch gebeten und ich dachte direkt “Das fühlt sich heute komisch an, ich glaube es gibt die rote Karte”. Einige Stunden später hatte die Bestätigung.

Mein Unterbewusstsein hatte sich nicht geirrt – ich war meinen Job los.Es hatte mich wie ein Blitz getroffen, als ob man mir den Boden unter den Füssen weggezogen hatte. Ein sehr bescheidenes Gefühl.

Aber jetzt erst mal nix anmerken lassen. Weiter funktionieren. Keiner sollte sehen wie es mir wirklich ging. Schliesslich hatte ich ja noch 6 Monate Kündigungsfrist und ich wollte zumindest einen Anbgang mit Stil. Nach Aussen trug ich die Situation also mit Fassung. Ich behielt die Maske auf.

Und zwar sowohl in Richtung meiner Familie (schliesslich wollte ich nicht, dass sie sich Sorgen machten), in Richtung meiner Kollegen (schliesslich wollte ich nicht dass sie mich bedauerten), und auch in Richtung von Personalberatern und Rekrutieren (schliesslich wollte ich den Anschein erwecken, dass das alles geplant und gewollt war).

Ich glaube heute, dass ich mir eigentlich selbst vorgaukeln wollte, dass alles gar nicht so schlimm war.

Ich werde schon damit fertig

Weiter zu funktionieren war also meine Devise. Ich musste hart daran arbeiten, um schnell wieder Fuss zu fassen. Ich hatte ja wie gesagt 6 Monate Zeit und da würde sich schon eine Möglichkeit auftun um wieder irgendwo einzusteigen.

Also behielt ich das Thema für mich. Ich versuchte die Sorgen zu verdrängen und das angeknackste Ego nicht zu zeigen. Spielte nach Aussen den Entspannten, der die Zeit genoss. Endlich weniger Projektdruck. Endlich ein bisschen Zeit, um Sport zu machen. Endlich mal mit den Kindern ins Schwimmbad gehen. Und an manchen Tagen funktionierte diese Maskerade – auch für mich selbst.

Aber häufig war es auch der blanke Horror. Denn der Druck, den ich jetzt verspürte, war ein anderer. Mein Selbstwert war im Keller und ich war mir alles andere als sicher, dass ich schnell wieder Fuss fassen würde. Denn tief in mir war eine Stimme die sagte “siehst Du, Du kannst es eben nicht”.

Positiv Denken hilft bestimmt

“Ach, Du musst nur positiv denken” sagte ein Freund zu mir, dem ich mich dann doch mal zumindest oberflächlich anvertraut hatte. Klar, er hatte recht. Aber wie schafft man es positiv zu denken, wenn man sich gerade selbst “unterdurchschnittlich gut” findet? Es gibt eine Methode, nur kannte ich die damals noch nicht, aber dazu später mehr.

Funktioniert hat das dann auch nur sehr bedingt. Auch ein schicker Urlaub und noch ein zweiter haben nicht wirklich viel geholfen, und sorgten nur für eine kurze Ablenkung von den Sorgen. Und sobald ich wieder zu Hause am Schreibtisch sass, war die Negativschlaufe wieder da.

Irgendwie musste sich das auch massiv auf mein Auftreten übertragen haben. Denn erfolgreiche Vorstellungsgespräche waren Fehlanzeige. Ich schätze mal, dass meine damalige Energie ein Spiegelbild meines mentalen Zustandes war.

5 Tipps, um wieder Fuss fassen

Irgendwann habe ich mich dann doch wieder gefangen, und konnte mich langsam aber sicher wieder aus diesem Loch herausarbeiten, Es war ein ganz schön langer und anstrengender Weg, auf dem ich Vieles in Frage stellen musste und auf dem ich mich komplett neu erfinden durfte.

Bei mir ging dieser Weg schlussendlich in die Selbständigkeit, und das war mein Glück. Denn ich mache heute genau das, was zu mir passt und woran ich Freude verspüre. Es war ein langer Findungsprozess, bei dem ich viele Steine umdrehen musste, um zu entdecken, was mir wirklich entspricht und wie ich erfolgreich den nächsten Schritt machen kann.

Nach jedem Tal der Tränen kommt aber tatsächlich wieder ein Weg bergauf. Und damit Du nicht genau so lange brauchst wie ich, habe ich Dir meine 5 besten Tipps zusammengestellt. Rückblickend haben mir nämlich genau diese Dinge geholfen, wieder klarer zu sehen und mit neuer Energie durchzustarten:

Tipp#1: Besinne Dich auf Deine Stärken

Gerade wenn Deine letzte Erfahrung im Job nicht gerade positive war, ist ganz schön schwierig auf Deine Stärken zu blicken. Dein Ego ist verletzt, Dein Selbstwert liegt am Boden. Und trotzdem ist es genau jetzt nötig und sinnvoll herauszufinden, was Du gut kannst, und welche Talente und Stärken Du mitbringst.

Welche positiven Dinge sagen andere Menschen über Dich? Egal ob das Kollegen, Freunde oder Familienangehörige sind. Blende die Schwächen und Kritikpunkte einmal bewusst aus, und fokussiere Dich nur auf die positiven Dinge.

Erstelle Dir eine Liste – Du wirst überrascht sein was da alles zum Vorschein kommt. Mir hat dieser Schritt sehr geholfen, denn ich wurde mir bewusst, dass ich durchaus Mehrwert stiften kann, und das

Tipp#2: Schaue Deine Blinden Flecken an

Da Du ja gerade in einer Krise steckst, kannst Du Dich ja durchaus einmal fragen, welche Faktoren dazu geführt haben. Und so schwer Dir das jetzt fallen mag, schaue zunächst mal bei Dir selbst. Klar waren vielleicht die Managemententscheidungen in der alten Firma falsch, oder der Chef war blöd. Doch daran kannst Du nichts mehr ändern.

Woran Du aber durchaus etwas ändern kannst, bist Du selbst. Also sei ehrlich zu Dir und schaue einmal bewusst hin – gibt es Verhaltensweisen, die dich bremsen oder sogar blockieren? Gibt es Dinge, von denen Du weisst, dass Du sie tun solltest, die Du aber vermeidest?

Bei mir gab es ganz viele solche Themen, und es war richtig schwer, mir das einzugestehen. Und manche habe ich auch erst viel später erkannt. Denn ich war sehr gut darin, anderen Menschen die Schuld zu geben an meinen Ergebnissen.

Vielleicht war es überhaupt der wichtigste Schritt auf meinem Weg, bei mir selbst zu schauen, welche Themen mich blockierten und limitierten. Denn indem ich dies tat, konnte ich sie dann Schritt für Schritt angehen und verändern. Es war manchmal schmerzhaft, aber es war wertvoll. Ich musste mit mir selbst ins Reine kommen. Und vor allem half es mir ganz enorm, jeden Tag ein bisschen mehr von meinem wirklichen Potential zu nutzen.

Tipp#3: Verändere Deine Art zu denken

Ich hatte es weiter oben in diesem Artikel bereits erwähnt. Es gibt tatsächlich einen Weg, um Dein Denken zu verändern. Du kannst herauszufinden, was Du wirklich willst, und welche Ziele Du Dir stecken möchtest. Dazu ist es aber unablässig, dass Du Dich wirklich mit Dir selbst auseinander setzt.

Es geht auch nicht von heute auf morgen, sondern es ist ein Prozess, der Deinen Einsatz braucht. Wenn Du aber bereit bist, diesen Einsatz zu bringen, dann werden sich Dir neue Horizonte eröffnen. Du wirst entdecken, wievielt Potential Du hast. Und Du wirst in der Lage sein Wege zu definieren, wie Du diese Potential nutzbar machst.

Ich gebe Dir gerne einen tieferen Einblick in  dieses Thema  und zeige Dir, wie Du Deine Gedanken und damit auch Deine Ergebnisse und Deine Realität verändern kannst. Kontaktiere mich Geren jederzeit zu diesem Thema, denn es ist der Schlüssel zum Durchstarten.

Tipp#4: Traue Dich, Du selbst zu sein

Dieser Schritt ergibt sich ganz automatisch aus den ersten 3 Schritten. Denn indem Du Dir bewusst wirst, was Deine Stärken sind und welche blinden Flecken Du überwinden willst, wird sich Dein Blick auf die Welt verändern. Und indem Du Dir eine neue Art zu Denken aneignest, wirst Du immer mehr zu Dir selbst finden.

Und in diesem Bewusstsein wird es Dir immer mehr gelingen, Dich genau so zu zeigen, wie Du wirklich bist. Du wirst in der Lage sein, die Masken abzunehmen, die Du so lange getragen hast. Indem Du das tust, wirst Du einen anderen Energie-Level finden. Und mit dieser neuen Energie  wirst Du automatisch andere Ergebnisse erzielen, als das vorher der Fall war.

Dieser Prozess ist durchaus spannend, und ich selbst bin immer wieder überrascht, wieviel Energie ich heute zur Verfügung habe. Seit ich nicht mehr in den alten Gedankenmustern und Zwängen feststecke, konnte ich neue Potentiale erschliessen. Und das Beste daran ist, dass die Skala nach oben offen ist.

Tipp#5: Mache etwas, das Dir wirklich entspricht

Je mehr Energie Dir zur Verfügung steht, desto grösser wird auch Dein neuer Schaffensdrang sein. Und jetzt gilt es, diesen für eine Aufgabe einzusetzen, die Dir wirklich entspricht. Indem Du das tust, wirst Du weitere positive Impulse bekommen, sozusagen aus der Aufgabe heraus.

Denn weil Du jetzt genau die Ideen umsetzt, die zu Dir passen, wirst Du mit voller Begeisterung am Werk sein. Und indem du Deine Stärken und Talente gezielt einsetzt, gehen Dir die Aufgaben mit Leichtigkeit von der Hand.

Zu schön um wahr zu sein sagst Du? probiere es einfach einmal aus. Und Du wirst erstaunt sein, was alles möglich ist, wenn Du wirklich in Deiner Kraft bist und keine Streuverluste hast.

Du siehst also, es gibt einen Weg aus der beruflichen Krise. Und dieser Weg kann sehr bereichernd sein. Falls Du also gerade in einer solchen Krise stecken solltest, dann probiere diese Schritte am besten einfach einmal aus.

Denn Krisen bergen tatsächlich immer das Potential für Veränderung und für neue Wege. Auf diesen Wegen unterstütze ich Dich gerne, und zeige Dir, wie Du vorgehen kannst, um schnell und nachhaltig voranzukommen.

Wichtig ist einfach zu erkennen, dass Du die Krise nutzen kannst um Dich neu zu erfinden. Wenn Dir das gelingt, dann war die Krise wertvoll und hat Dir geholfen, wieder ein Stück zu wachsen. Das wünsche ich Dir von Herzen.